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„Apulien – 90 Originalrezepte von Italiens unentdeckter Küste“

Foto Schäfer
2. Juli 2016 von Torsten Schäfer · Kommentar verfassen
Das Buchcover von "Apulien - 90 Originalrezepte von Italiens unentdeckter Küste), in mediterranem Weiß, Gelb und Blau gehalten.
„Apulien“ von Luca Lorusso und Vivienne Polak

Wer einmal in Apulien war, vergisst die entlegene Region am Absatz des italienischen Stiefels nicht mehr. Apulien begeistert nicht nur mit 800 Kilometern Küste und endlosen Olivenhainen. Auch die Küche weiß zu überzeugen – mit viel Fisch und frischem Gemüse. Das Kochbuch „Apulien“ stellt 90 Rezepte der apulischen Regionalküche vor.

Wie so viele Regionalküchen im Süden Italiens ist auch Apulien eine cucina povera, eine Küche der armen Leute. Was allerdings wenig über die Qualität aussagt. Denn cucina povera bedeutet zunächst einmal, dass die Menschen mit dem kochen, was ihre Region und die Jahreszeiten hergeben. Dass sie nachhaltig mit den Zutaten umgehen und auch die Reste in einem guten Gericht aufbrauchen.

Entsprechend ist auch das Kochbuch von Luca Lorusso und Vivienne Polak aufgebaut. Die Rezepte, die die beiden Australier zusammentragen, sind zwar überwiegend klassisch aufgeteilt, nehmen aber oft Bezug auf die Hauptzutat – Fleisch, Fisch oder Gemüse.

Ein Holzbrett mit Backpapier. Darauf verteilt liegen vier gefüllte Teigtaschen, Panzerotti genannt. Eine davon ist in der Mitte geteilt, bereit, gegessen zu werden.
Panzerotti – die kleine Ausgabe der Calzone (Foto: Christian Verlag/Alicia Taylor)

Unter den 90 Rezepten finden sich sowohl typisch apulische Gerichte – darunter die Orecchiette, die vor allem charakteristisch für die Gegend um die wunderschöne Barockstadt Lecce sind. Lorusso und Polak servieren die „Oriechette al vino rosso“ – mit einem kräftigen Primitivo aus dem Salento. Die Sauce mit Kapern, Oliven, Tomaten und Sardellen machen die roten Öhrchen zum Hochgenuss.

Sehr lecker und wahnsinnig schnell zubereitet sind auch die Carpacci von der Makrele oder den Garnelen. Vorausgesetzt, man bekommt den Fisch wirklich frisch! Zum Beispiel bei einem Urlaub in Apulien, als Selbstversorger in einem der vielen Ferienapartments oder den urigen Trulli. Toll ist auch das Olivenöl-Eis, das auf die Zutat zurückgreift, die die Region am meisten prägt. In kaum einer Region Italiens werden so viele Oliven angebaut wie in Apulien.

Der Schwierigkeitsgrad der Rezepte hält sich insgesamt in Grenzen. Das Buch nimmt Abstand vom Superaufwendigen, stellt einfache Gerichte mit übersichtlichen Anleitungen in den Mittelpunkt. Was aber nicht zuletzt auch an der cucina povera liegt, die mit wenig Chichi auskommt. Garniert ist jedes Rezept mit einer kleinen persönlichen Geschichte und geschmackvollen Fotos der Gerichte, die Handarbeit suggerieren.

Auf einem schwarzen Holztisch steht eine Pfanne mit Geschmortem Kaninchen.
Geschmortes Kaninchen – Coniglio in umido (Foto: Christian Verlag/Alicia Taylor)

Was allerdings die Regionalküche Apuliens als Ganzes ausmacht, beantwortet das Kochbuch nicht vollständig. Bei „nur“ 90 Rezepten kann die Frage ohnehin nicht geklärt werden. Dass Rezepte mit Esels- oder Pferdefleisch nicht unbedingt in einem Mainstream-Kochbuch auftauchen, das zuerst in Australien erschien, ist verständlich. Allerdings hätten Lorusso und Polak einige typisch apulische Spezialitäten wie Taralli oder Dentice alle olive in das Kochbuch aufnehmen können. Stattdessen hätten sie auf ein Gericht wie „Linguine alle vongole“ verzichten können – es gehört zum Standard in jedem italienischen Kochbuch.

Abgesehen von diesen kleinen Schönheitsfehlern hinterlässt „Apulien – 90 Originalrezepte von Italiens unentdeckter Küste“ einen positiven Eindruck. Schön aufgemacht mit vielen Bildern der Region, einfachen Rezepten und einem sommerlich-mediterranen Cover regt es nicht nur zum Blättern, sondern auch zum Kochen ein.

Luca Lorusso/ Vivienne Polak
„Apulien: 90 Originalrezepte von Italiens unentdeckter Küste“
(Christian Verlag)
256 Seiten, ISBN 978-3-86244-951-4, € 29,99

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Foto Schäfer

Was gibt es Schöneres als Essen und Reisen? Musik vielleicht, über die ich viele Jahre hauptberuflich als Journalist geschrieben habe. Noch immer wehen mir die neuesten Songs aus Pop und Rock um die Ohren. Vor allem, wenn ich in der Küche stehe und den Kochlöffel schwinge. Mein kulinarisches Herz habe ich ans Mittelmeer verloren, wo sich unbändige Lebenslust im Essen niederschlägt. So zieht es mich mehrmals im Jahr nach Italien, wo ich mich mit besten Zutaten in der Küche austobe.

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