Feigen gehören in der italienischen Küche zu den ganz besonderen Zutaten. Getrocknet und auf diese Weise haltbar gemacht, haben sie so manche Familie über den Winter gebracht. Mit ihrem süßen Aroma und ihrer delikaten Textur sind sie wie geschaffen für die Dessertküche. Die Feigen-Crostata ist eine italienische Leckerei, bei der Feigen und cremige Mascarpone die Hauptrolle spielen. Diesmal verrate ich dir das Rezept für die Crostata ai Fichi, die du vor allem im Spätsommer und Herbst gut nachbacken kannst.

Ursprünge der Crostata
Die Crostata ist ein traditionelles italienisches Gebäck, das seit vielen Jahrhunderten zum gastronomischen Erbe des Landes gehört. Verbrieft ist die Erwähnung der Crostata in einem italienischen Wörterbuch von 1612. Doch ihre Wurzeln sollen sogar in der Renaissance im 15. Jahrhundert liegen. Zu dieser Zeit erlebten italienische Köche ein kreatives Hoch und zauberten für die reichen Patrizierfamilien zahlreiche neue Gerichte. Manche kulinarischen Historiker vermuten sogar, dass die Torte aus Mürbeteig sogar noch viel früher, nämlich schon im Mittelalter erfunden wurde.
Die Crostata besteht aus einem Mürbeteigboden, der mit Marmelade, Sahne oder frischen Früchten belegt bzw. gefüllt wird. Über die Jahrhunderte hat sie sich zu einer beliebten Torte in ganz Italien entwickelt. Das hat der Mürbeteig-Kuchen der wirklich einfachen Zubereitung zu verdanken. Aber sicherlich auch der Möglichkeit, eine Crostata mit einer Vielzahl von Füllungen und Varianten individuell zu gestalten.
Crostata mit Feigen - perfekter Kuchen für den Spätsommer und Herbst
Allein für eine Crostata ai Fichi gibt es unzählige Rezepte - mit Ricotta- oder Mascarponecreme, nur mit Feigenkonfitüre bestrichen oder Früchten belegt, mit Mandeln verfeinert oder mit einem Gitter aus Teig überbacken. Die möglichen Varianten sind vielfältig. Mein Rezept für Feigenkuchen setzt auf eine mit Vanille und Zitronenschale verfeinerte Mascarpone-Sahne-Creme, die ich anschließend mit den Früchten belege.
Die Crostata mit Feigen und Mascarponecreme bereite ich vor allem im Spätsommer und Herbst zu. In Italien beginnt die Feigenzeit ab Ende Juli, Anfang August. Dann sind sie Früchte richtig süß und saftig. Es ist wirklich wichtig für den Geschmack der Feigen-Crostata, dass du frische und reife Feigen verwendest. Dann kannst du dich über einen richtig fruchtigen Feigenkuchen freuen, der dich mit ganz viel Aroma und dem verführerischen Duft mediterraner Früchte verzaubert und dir großen Genuss verspricht.

Crostata mit Feigen und Mascarponecreme
Kochzubehör
- 1 Kuchenform Ø 24 cm
Zutaten
Für den Teig
- 250 g Mehl Typ 00 oder 405
- 80 g Puderzucker
- Salz
- 200 g Butter
- 1 Zitrone Bio-Qualität
- 2 Eigelb
Für den Belag
- 5 g Blattgelatine
- 1 Zitrone Bio-Qualität
- 1 Vanilleschote
- 500 g Mascarpone
- 60 g Puderzucker
- 200 ml Sahne
- 800 g Feigen
- 30 g Mandeln gehobelt
- 70 g brauner Zucker
Zubereitung
- Das Mehl in eine Küchenmaschine geben, den Puderzucker und eine Prise Salz darüberstreuen. Die Butter direkt aus dem Kühlschrank nehmen und in kleinen Stücken zum Mehl hinzufügen. In der Küchenmaschine zu einer sandigen Masse kneten. Diese auf eine saubere und trockene Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Schale einer Zitrone in die Mulde reiben. Die Eier trennen und das Eigelb ebenfalls in die Mulde geben. Die Zutaten mit der Hand vermengen und so lange kneten, bis ein glatter und homogener Teig entsteht. Den Teig rund und flach formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- In der Zwischenzeit die Mascarpone-Creme vorbereiten: Die Gelatine 10 Minuten lang in kaltem Wasser einweichen. Die Schale der Zitrone abreiben, die das Vanillemark auskratzen. Zitronenschale und Vanillemark beiseitestellen. Den Mascarpone in eine Schüssel geben, 2 EL Puderzucker beiseitestellen und den restlichen Puderzucker darüber sieben. Dabei aufpassen: nicht zu lange rühren, damit die Masse nicht zu flüssig wird. 50 ml Sahne in einem kleinen Topf erwärmen. Die Gelatine aus dem Wasser nehmen, ausdrücken und in der Sahne auflösen, dann den Topf vom Herd nehmen. Die restliche Sahne mit den 2 EL Puderzucker aufschlagen.
- Die flüssige Sahne mit der Gelatine zum Mascarpone geben und mit einem Handmixer vorsichtig verrühren, die abgeriebene Zitronenschale und das Vanillemark hinzugeben und kurz weiterrühren. Die geschlagene Sahne vorsichtig portionsweise mit einem Spatel unter den Mascarpone heben. Die Schüssel mit der Mascarponecreme abdecken und für 1 Stunde in den Kühlschrank geben.
- Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kuchenform von ca. 24 cm Durchmesser ausbuttern und bemehlen, das überschüssige Mehl abklopfen. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und vorsichtig mit dem Nudelholz heben und auf die Kuchenform legen. Den Teig etwas andrücken, vor allem an den Rändern. Überschüssigen Teig entfernen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Ein großes Backpapier auf der Kuchenform ausbreiten und für das Blindbacken mit getrockneten Hülsenfrüchten füllen. Den Teig auf mittlerer Schiene für 30 Minuten im Ofen backen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und die Crostata für weitere 5 Minuten im Ofen backen. Anschließend wieder aus dem Ofen nehmen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
- In der Zwischenzeit die Feigen vorbereiten: Die Feigen waschen und trockentupfen. Den Stielansatz entfernen. Die Feigen halbieren und jede Hälfte in drei Spalten schneiden. Die Feigen in eine große, beschichtete Pfanne legen, mit dem braunen Zucker bestreuen und für 5-6 Minuten bei mittlerer Hitze karamellisieren. Die Feigen vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Wenn Kuchen und Feigen Zimmertemperatur haben, die Mascarponecreme auf dem Crostata-Boden verteilen und glattstreichen. Die Crostata mit den Feigen belegen und mit den gehobelten Mandeln bestreuen. Dann servieren.






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