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Italienisches Weihnachtsessen: Cotechino mit Linsen

Foto Schäfer
8. Dezember 2018 von Torsten Schäfer · 2 Kommentare
Ein Servierteller mit Linsen, darauf ein aufgeschnittener Cotechino.
Weihnachts- und Silvestergericht: Cotechino aus Modena mit Linsen

Cotechino ist eines der berühmtesten Gerichte, die in Italien zu Weihnachten und an Silvester gegessen werden. Es ist ein für italienische Verhältnisse deftiges Essen. Zu der würzigen Wurst aus Schweinefleisch reicht man traditionell Linsen. Warum ausgerechnet Linsen, verrate ich dir in diesem Rezept.

Der Cotechino ist eine Kochwurst mit einer Füllung aus gehacktem mageren und fettem Schweinefleisch. Er ist eng verwandt mit dem Zampone, einem gefüllten Schweinefuß, der ebenfalls zu den klassischen Weihnachtsgerichten Italiens zählt. Mir persönlich schmeckt allerdings der Cotechino etwas besser. Während beim Zampone das Fleisch im dicken Schweinefuß steckt, ist die Haut des Cotechino viel dünner. Das macht das Gericht zarter und delikater.

Kleine Geschichte des Cotechino

Cotechino blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins frühe 16. Jahrhundert reicht. 1510 belagerten Truppen von Papst Julius II. das kleine Städtchen Mirandola nahe Modena. Um die Belagerung durchzustehen und Fleisch länger haltbar zu machen, sollen die Bewohner es in Schweineschwarte gestopft und verschlossen haben. Witzigerweise erzählt man sich die gleiche Geschichte über den Ursprung des Zampone.

Das Wort Cotechino leitet sich von der Schwarte (cotica) ab, die ihn ursprünglich umhüllte. Heute verwendet man Naturdarm. Er ist im Prinzip ein früher Vorläufer aller Wurstsorten. Offizielle Erwähnung fand das Rezept aber erst 200 Jahre später. Über die Jahrhunderte hat es sich von der Provinz Modena aus immer weiter ausgebreitet. Heute isst man die Kochwurst in weiten Teilen Norditaliens von der Emilia Romagna, über den Veneto, Friaul und in der Lombardei, wo er unter Dialektnamen bekannt ist.

Italienisches Weihnachtsessen mit Geldsegen

Dass der Cotechino zum beliebten Weihnachts- und Silvesteressen in Italien wurde, lässt sich mit einer Portion Aberglauben erklären. Der Tradition zufolge ist der Verzehr einer Portion Cotechino vor Mitternacht ein gutes Omen. Aus diesem Grund wird die Wurst auch mit Linsen serviert. Diese stehen symbolisch für Münzen und einen Geldsegen. Cotechino mit Linsen garantiert also für das kommende Jahr Reichtum und Glück.

Das Originalrezept aus der Provinz Modena genießt herkunftsgeschützten DOP-Status. Nach klassischem Rezept muss die Füllung jeweils zu einem Drittel aus magerem Schweinefleisch, Fett vom Hals und Speck sowie Schwarte zubereitet werden. Abgerundet wird er mit Gewürzen wie Salz, Pfeffer und Rosmarin, manchmal auch mit einem Schuss Wein.

Die Kochwurst selber herzustellen, ist allerdings kein leichtes Unterfangen. Ehrlich gesagt, macht das auch kaum jemand in Italien. Deshalb nehme ich in diesem Rezept auch eine vorbereitete Wurst. Zum Essen schmeckt ein trockener Lambrusco aus der Emilia Romagna, der ihren würzigen Geschmack gut unterstreicht.

Ein Servierteller mit Linsen, darauf ein aufgeschnittener Cotechino.

Cotechino mit Linsen

Cotechino mit Linsen ist ein traditionelles Weihnachtsessen aus Norditalien. Die Kochwurst aus Modena schmeckt würzig und eine Portion des Gerichts am Ende des Jahres soll Glück bringen.
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Vorbereitung 12 Stunden Stdn.
Zubereitung 15 Minuten Min.
Kochzeit 2 Stunden Stdn.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Emilia Romagna, Norditalien
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

  • 1 Cotechino ca. 800 Gramm
  • 500 g Linsen
  • 2 Möhren
  • 2 Stangen Sellerie
  • 1 Blatt Lorbeer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl beste Qualität
  • 200 ml Rotwein
  • Oregano getrocknet
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung
 

  • Vor der Zubereitung den Cotechino für 12-18 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Am Ende der Zeit die Wurst aus dem Wasser nehmen und die Haut mehrmals einstechen. Damit verhinderst du, dass er beim Kochen platzt.
  • Eine Möhre und eine Stange Sellerie grob hacken. Einen großen Topf zu ⅔ mit kaltem Wasser füllen, das gehackte Gemüse und 1 Lorbeerblatt hinzufügen, den Cotechino hineinlegen und das Wasser zum Kochen bringen. Den Cotechino bei niedriger Hitze für 2-3 Stunden sieden lassen. Parallel die Linsen in kaltem Wasser einweichen. Garprobe: Der Cotechino ist gar, wenn du mit einem Zahnstocher ohne Widerstand in die Mitte der Wurst pieksen kannst.
  • 60 Minuten vor Ende der Kochzeit des Cotechino die zweite Möhre und Selleriestange feinhacken. Zwei Knoblauchzehen schälen. In einem Topf 3–4 EL Olivenöl erhitzen und die Knoblauchzehen darin bei mittlerer Hitze anschwitzen. Die Zehen wieder herausnehmen, sobald sie sich bräunen. Möhre und Sellerie hinzugeben und unter Rühren für 2-3 Minuten anschwitzen.
  • Die Linsen in den Topf geben und unter Rühren 1-2 Minuten anschwitzen. Dann mit 1 Glas Rotwein ablöschen. Eine Prise getrockneten Oregano dazugeben und umrühren. 1 Liter Wasser angießen und die Linsen für ca. 45 Minuten bei niedriger Hitze garkochen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das restliche Wasser abgießen.
  • Den Cotechino aus dem Wasser nehmen, 1-2 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Linsen auf eine Servierplatte geben und mit einem dünnen Strahl bestem Olivenöl verfeinern. Den Cotechino in fingerdicke Scheiben schneiden und auf den Linsen anrichten. Heiß servieren.
Rezept schon ausprobiert?Verrate mir, wie es dir geschmeckt hat!

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Kommentare

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  1. Josef Pfiffner meint

    Januar 09, 2024 at 9:19 p.m.

    Wie lange muss ich die Cotechino Wurst Kochen

    Antworten
    • Torsten meint

      Januar 10, 2024 at 10:18 a.m.

      Lieber Josef,
      der Cotechino muss 2-3 Stunden im Wasser sieden.

      Liebe Grüße
      Torsten

      Antworten
Foto Schäfer

Was gibt es Schöneres als Essen und Reisen? Musik vielleicht, über die ich viele Jahre hauptberuflich als Journalist geschrieben habe. Noch immer wehen mir die neuesten Songs aus Pop und Rock um die Ohren. Vor allem, wenn ich in der Küche stehe und den Kochlöffel schwinge. Mein kulinarisches Herz habe ich ans Mittelmeer verloren, wo sich unbändige Lebenslust im Essen niederschlägt. So zieht es mich mehrmals im Jahr nach Italien, wo ich mich mit besten Zutaten in der Küche austobe.

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